Aliénor d´Aquitaine
Sylvie von Frankenberg
Katrin von Glasow
Henry und Alienor. Eine Königsliebe
Schneekluth Verlag, München 1998
Knaur Taschenbuch. München Oktober 2002
Romaninhalt
1152 treffen Alienor von Aquitanien und Henry Plantagenet zum ersten Mal aufeinander. Es beginnt eine tiefe Leidenschaft, ein machtbesessener Traum von einem Riesenreich: England und Aquitanien.
Noch ist Henry Herzog der Normandie und Alienor die Königin von Frankreich.
Nicht nur ihre atemberaubende Schönheit und erotische Ausstrahlung schlagen Henry in Bann. Ihn faszinieren der außergewöhnliche Mut und die Stärke, mit der die Erbin der Herzöge von Aquitanien sich in der Männerwelt behauptet. An der Seite von Louis VII. hat sie den zweiten Kreuzzug mitgemacht.
Aufgewachsen an einem der kultiviertesten Höfe der Zeit, ist sie bei ihrer Rückkehr aus dem Heiligen Land, nicht mehr bereit, an der Seite ihres frömmelnden Mannes in Paris ohne politischen Einfluss zu leben. Henrys stürmische, draufgängerische Art weckt ihre Lebensgier.
Beide wissen, dass Henry mit Hilfe Aquitaniens seinen Lebenstraum verwirklichen kann: König von England zu werden. Alienor betreibt die Annullierung ihrer Ehe. Ihr Ehrgeiz und ihre gegenseitige Anziehungskraft entwickeln sich zu einer großen Liebe.
`Gemeinsam sind wir stark.` Unter diesem Leitmotiv stürzen sie sich in ihre Ehe und nach ihrer Krönung in die Aufgaben der Regentschaft. Sie führen England aus dem jahrelangen Bürgerkrieg zu voller Blüte. Sie reformieren den Handel und die Wirtschaft des Reiches nach normannischem Vorbild.
Unermüdlich durchqueren sie ihre Ländereien von den Pyräneen bis an die schottische Grenze, um dem Land endlich Frieden zu bringen.
Alles scheint zu gelingen. Drei der acht gemeinsamen Kinder sind: Mathilde, die Frau Heinrichs des Löwen, Richard Löwenherz und Johann Ohneland, die späteren Könige Englands.
Nichts scheint Alienor und Henry entzweien zu können. Wäre da nicht Thomas Becket.
Wie ein Schatten drängt sich diese hochbegabte, dunkle Gestalt zwischen sie.
Für Alienor unerklärlich, scheint Henry dem Prälaten des Erzbischofs von Canterbury verfallen zu sein. Henry erhebt ihn zum Kanzler.
Sowohl den Tod des geliebten, erstgeborenen Sohnes `Little Willy`, als auch Henrys Affäre mit Rosamund hätte Alienors und Henry Liebe unbeschadet überstehen können, wäre Beckets Einfluss nicht ständig gewachsen. Trotz ihrer Warnungen lässt Henry ihn zum Erzbischof von Canterbury wählen.
Selbst als Thomas Becket ermordet wird, endet seine Wirkung nicht.
Der Keil sitzt tief.
Alienor und Henry beginnen, einander mit derselben Leidenschaft zu hassen, mit der sie sich geliebt haben. Gnadenlos verletzten und bekämpfen sie sich.
Alienor wiegelt die eigenen Söhne gegen den Vater auf, um ihn in die Knie zu zwingen. Henry nimmt Alienor fünfzehn Jahre lang gefangen, um sie aus allen Machtintrigen auszuschalten.
Und doch beginnt die Schuld, die diese beiden außergewöhnlichen Menschen des 12. Jahrhunderts auf sich geladen haben, sie allmählich zu verändern.
1189 stirbt Henry in den Armen von Alienor.

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